Bayerische Meisterschaft der Behinderten 2009 (Halle) in Erlangen
So viele Teilnehmer wie noch nie gab es bei den diesjährigen Bay. Hallenmeisterschaften der behinderten Bogenschützen. Die Emmy-Noether-Sporthalle bietet den behinderten Sportlern eine ganz ausgezeichnete Sportstätte und wird von den Aktiven wegen ihrer absolut rollstuhlgerechten Ausstattung immer wieder hoch gelobt.
Der BSV war wie auch in den vielen Jahren vorher, Ausrichter dieser Veranstaltung. Viele helfende Hände sind jedes Mal notwendig um alles so vorzubereiten, dass sich die Athleten voll auf ihren Wettkampf konzentrieren können. Angefangen vom Transport der Schießscheiben, dem Ausmessen der Schießlinien, dem Bereitstellen von genügend Sitzmöglichkeiten, bis zum nicht unwichtigen Verpflegungsstand war an alles gedacht. Die Wettkämpfer sollen sich bei uns wohl fühlen und auch immer wieder gerne kommen.
Sechs Teilnehmer hatte der BSV zu dieser Meisterschaft gemeldet. Unser jüngster Starter, Christoph von Auer, muss dieses Jahr das erste mal in der Jugendklasse Compound auf die kleine 40er Scheibe schießen. Diese Umstellung ist gewaltig. Dazu gibt es auch für ihn nun nur noch den „Innenringzehner“. Mit seinem Endergebnis von 323 Ringen (192,131) und Platz 3 war er noch weit von seinen Möglichkeiten entfernt.
Für Andreas Körber in der Schützenklasse Recurve ist es sehr schwer. Seine Mitkonkurrenten sind alle erheblich weniger behindert und so ist sein Ergebnis von 266 Ringen (134, 132) für ihn ein schöner Erfolg. Am Ende hieß es für ihn Rang 4.
In der Recurve-Altersklasse war Armin Diefenbach am Start. Am Anfang lief es auch für Armin noch etwas zögerlich. Aber im Verlauf des Turniers kam er immer besser zurecht und konnte sich im zweiten Durchgang doch erheblich steigern. Mit 472 Ringen (229, 243) lag auch er noch unter seinen Möglichkeiten. In dieser größten Startergruppe belegte er am Ende Rang 8. Die Formkurve zeigt allerdings nach oben und er hat sich für die nächsten Wettkämpfe viel vorgenommen.
In der Compound-Altersklasse waren zwei Schützen von uns am Start. Beide starteten das erste Mal für den BSV. Peter Caspers ist allerdings schon ein erfahrener „Compoundler“ und kam mit 541 Ringen (272, 269) auf Platz drei. Die Bronzemedaille war eine schöne Belohnung.
Für Roland Schmidt war es der erste Wettkampf überhaupt. Die Aufregung war entsprechend. Mit seinen 520 Ringen (264, 256) und Platz 5 hat er aber alle überzeugt. Wenn hier noch die Turniererfahrung dazukommt haben wir mit Roland einen sehr guten Mannschaftsschützen.
Die große Konkurrentin von Inge Enzmann in der Damenklasse Compound ist Sonja Zellmann, die Kaderschützin des DBS. Beim Einschießen sah alles noch nach eindeutiger Überlegenheit von Sonja Zellmann aus. Sobald die Wertungspfeile begannen, konnte Inge aber zu ihrer Stärke zurückfinden und überlegen mit 10 Ringen Vorsprung und einem Endergebnis von 550 Ringen (276, 274) diesen Wettkampf gewinnen.
Spannend ging es am Ende in der Mannschaftswertung der Compoundklasse zu. Lag der BSV mit Caspers, Enzmann und Schmidt, nach dem ersten Durchgang noch mit beruhigend großem Abstand von 22 Ringen in Führung, so schmolz dieser im zweiten Durchgang doch erheblich zusammen. Am Ende hat es aber zum Sieg für den BSV gereicht. Mit 1611 Ringen und 9 Ringen Vorsprung vor der BRSG Aschaffenburg, gab es für unsere Bogensportler auch noch die Goldmedaille in der Mannschaftswertung.