Gaumeisterschaft 2011 (Halle) beim BSV Erlangen
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Zwei arbeitsreiche Tage kennzeichneten die diesjährigen Gaumeisterschaften. Da wir dieses mal der Ausrichter der Veranstaltung waren, gab es auch jede Menge zu tun. Ein großer Dank an alle, die so eifrig und bereitwillig mitgeholfen haben! Wir können uns auf unsere Mitglieder jedenfalls 100%ig verlassen. Wenn Not am Mann ist, ist auch immer genügend Hilfe da. Angefangen von den Helfern beim Reparieren der Scheiben, bis hin zu den fleißigen Damen am Verpflegungsstand. Die „Espresso-Bar“ im Eingangsbereich war schon eine sehr gelungene Sache. Hier konnten sich die Aktiven und Zuschauer stärken, denn es gab ja auch noch leckere Sachen zum Essen.
Am Samstag waren die „Großen“ am Start. Am Vormittag mussten die Schützen, Damen und Junioren zeigen, wie gut sie in den letzten Wochen trainierten hatten.
Unser Weltreisender Ewald Cozorici, hat sich wieder verstärkt auf sein Training konzentriert und mit 553 Ringen die Schützenklasse mit fast 50! Ringen Vorsprung überlegen gewonnen.
Simon Rüger bekommt sein „Absetzen-Problem“ immer besser in den Griff. Im ersten Durchgang lief es noch nicht so ganz nach Wunsch, aber im zweiten Durchgang konnte er wieder flüssig schießen und mit insgesamt 490 Ringen Platz vier belegen. Bei Michael Puchta merkt man deutlich den Trainingsrückstand. Aber er will ja wieder verstärkt ins Training einsteigen und dann werden auch die Ringzahlen wieder akzeptabler ausfallen. Mit 396 Ringen blieb er deutlich unter dem, was er eigentlich leisten kann. Für Andreas Körber war dieses Turnier vielleicht doch etwas zu aufregend. Er kann im Training wesentlich mehr leisten und wird sich sicherlich in Zukunft verstärkt auf die Behindertenmeisterschaften konzentrieren. Matthias Wagner musste leider am Sonntag lediglich um die Qualifikation schießen, da er am Samstag familiär verhindert war. Mit 494 Ringen lag er auch etwas unter seinem momentanen Niveau.
Das erste Mal bei einer Meisterschaftsrunde war Andrea Malecha dabei. Für sie war es ein erstes Schnuppern. Mit 316 Ringen gab es am Ende Platz vier in der Damenklasse. Obwohl sie sich im zweiten Durchgang um 20 Ringe steigern konnte, reichte es noch nicht zu einem Treppchenplatz.
Bei den Junioren war es eigentlich von vorne her eine klare Sache. Nachdem es nur zwei Starter gab. Sebastian Protze fing sehr gut an, mit 276 Ringen war sein erster Durchgang ausgezeichnet. Leider gab es im zweiten Durchgang einige Passen, die nicht ganz nach Wunsch liefen. Sein Endergebnis von 543 Ringen ist aber (obwohl er ganz anderer Meinung ist) ein ganz ausgezeichnetes Resultat. Kai Schiffer hat es umgekehrt gemacht. Im ersten Durchgang waren zu viele „Absetzer“ dabei. Im zweiten Durchgang lief es viel besser und es waren dann auch 10 Ringe mehr. 506 Ringe sind auch noch nicht das, was er eigentlich leisten kann.
Ganz neu dabei war Thimo von Rauchhaupt. Er startete in der Schützenklasse-Compound. Es ging bei ihm etwas zögerlich los. Doch im zweiten Durchgang steigerte er sich enorm und hatte dort mit 273 Ringen ein sehr beachtliches Ergebnis erreicht. Lag er am Anfang noch mit 5 Ringen zurück, zog er doch dann unaufhörlich seinem Konkurrenten davon. 532 Ringe und ein Vorsprung von 23 Ringen sicherten ihm unangefochten den Titel.
Ebenfalls ganz neu in der Compoundklasse Damen waren unsere beiden, Cornelia Heigl und Sabine Lafrenz. Conny ist erst Mitte diesen Sommers auf den Compoundbogen umgestiegen. Sie war schon als Recurve-Schützin ganz ausgezeichnet. Eine gute Grundausbildung ist der Garant für jedes weitere Schießen. Zweimal 271 Ringe sind ein hervorragendes Resultat. Für Sabine war es ein Schnellentschluss, bei diesen Gaumeisterschaften dabei zu sein (ganz ehrlich, ich hab sie ein bisschen dazu überredet). Ihren Compoundbogen (sie ist ja erst vom Recurve- auf den Compoundbogen umgestiegen) hat sie immerhin schon fast zwei Wochen!!! Auch sie schießt einen sauberen Stil und ihr Ergebnis von insgesamt 470 Ringen sind angesichts dieser kurzen Vorbereitungszeit sagenhaft gut.
Am Samstagnachmittag waren dann die Alters- und Seniorenklassen am Start.
Eine klare Angelegenheit war es für Frank Protze in der Altersklasse. 539 Ringe und 10 Ringe Vorsprung zum Zweitplatzierten sicherten ihm den Titel.
Spannend sollte es eigentlich in der Altersklasse-Compound werden. Franz Fadler ist von der Form her mit Sicherheit der bessere Schütze. Aber dieses Mal kam er überhaupt nicht so richtig in den Tritt. Im ersten Durchgang lag er noch um lediglich 4 Ringe hinter Michael Zitzmann von der HSG, doch im zweiten Durchgang häuften sich die Pannen. Ein Fehlschuss war dann der absolute Knick im Verlauf für Franz. Schade, denn im Training schießt er sonst wesentlich mehr Ringe, als er heute am Ende mit 543 Ringen auf dem Konto hatte.
Für Inge Enzmann gab es leider keine Konkurrentin in der Damen-Altersklasse Compound. So konnte sie lediglich gegen sich selbst schießen. 275 und 277 Ringe sind aber für sie absolut zufriedenstellend. Da ist zur Bezirksmeisterschaft noch eine Steigerung möglich.
Der Sonntag war dem Nachwuchs vorbehalten.
In der Schülerklasse A hatten wir drei Jungen am Start. Hendrik Rassmann war mit 453 Ringen nur um drei Ringe vom 2. Platz entfernt. Die Bronzemedaille war für ihn aber ein großer Erfolg. Einen enormen Sprung nach vorne hat Noah Mauthe gemacht. Nachdem wir kurzfristig in den letzten Trainingsstunden seinen Bogen ausgetauscht haben ging es mit richtig bergauf. 435 Ringe sind eine enorme Leistungssteigerung und Platz vier ist ein ausgezeichnetes Ergebnis. Johannes Schmidtlein hat auch erst seit kurzem das Training wieder aufgenommen. Mit 369 Ringen und Platz 7 ist er noch lange nicht dort angekommen, wo er eigentlich, dank seiner sauberen Schießleistung hingehört. Aber der Trend nach oben ist deutlich zu erkennen. Leider musste Cedrik Rupprecht passen. Ihm ging es schon die letzten Tage nicht so gut und so hat er krankheitsbedingt nach dem ersten Durchgang, der übrigens sehr gut lief, aufgeben müssen.
In der Schülerklasse B gab es nur zwei Starter. Frank Birwe hatte hier mit 388 Ringen die Nase vorne. Obwohl er im zweiten Durchgang etwas nachgelassen hatte, war der Titel mit 388 Ringen ungefährdet. Siggi Zwingel dagegen konnte sich im zweiten Durchgang um 23 Ringe steigern. Leider reicht seine Leistung mit 341 Ringen noch nicht an die von Frank heran, aber er ist auf einem guten Weg nach vorne.
Ebenfalls zwei Starter gab es in der Schülerklasse C. Marco Birwe hat gezeigt, wie tüchtig er trainiert hat. Seine Leistung steigerte sich im zweiten Durchgang um 41 Ringe! Mit 389 Ringen Gesamtergebnis hat er alle beeindruckt. Maximilian Beer ist erst ganz kurz beim Bogenschießen dabei. Im ersten Durchgang lief es noch ausgezeichnet. Doch dann haben die Kräfte eindeutig nachgelassen. Es ist schon sehr schwer, über so lange Zeit die Konzentration aufrecht zu erhalten und seine Kräfte einzuteilen. Er war zwar mit seinem Ergebnis etwa unglücklich, aber die Silbermedaille und der Schokoladen-Nikolaus haben ihn dann doch getröstet. Unsere beiden Jüngsten haben den Gaureferenten Wilfried Baumgarten mit ihrer ausgezeichneten Technik beeindruckt. Hier könnte mancher „alte Hase“ noch etwas davon lernen.
Spannend wurde es in der Jugendklasse. Von der Form her sollte es eigentlich eine klare Sache für Jan Merten sein. Aber manchmal kommt es halt doch etwas anders. Der erste Durchgang lief für ihn nicht wunschgemäß. Im zweiten Durchgang ging es dann zwar wesentlich besser, aber der Vorsprung vom Konkurrenten war nicht mehr aufzuholen. Mit 483 Ringen lag Jan deutlich unter seinem Leistungsvermögen. Zwar hat ihn Platz zwei und die Silbermedaille etwas mit dem Ergebnis versöhnt, doch zur Bezirksmeisterschaft möchte er wieder voll in Form sein. Jitao Zheng ist immer für eine Überraschung gut. Der erste Durchgang war mit 205 Ringen gar nicht das, was er eigentlich kann. Im zweiten Durchgang lief er plötzlich zu Hochform auf. Seine 247 Ringe waren da das beste Ergebnis in dieser Hälfte in seiner Klasse. Mit 452 Ringen hatte er am Ende sich einen Platz auf dem Treppchen ergattert. Seine Aufholjagd von Platz 6 auf Platz drei war wirklich sehenswert. Auch Kevin Brendel konnte sich im zweiten Durchgang steigern. Ihm fehlt es noch an Erfahrung. Einzelne Passen zeigten, wozu er in Zukunft hoffentlich fähig ist. Platz 7 und 417 Ringe waren sein Endergebnis.
Das Highlight gab es in der Jugendklasse weiblich. Regina Gabler hatte leider in der letzten Zeit nicht so viele Möglichkeiten zum Trainieren. Trotzdem waren der Titel und das Gesamtergebnis von 476 Ringen eine klare Angelegenheit für sie. Zur Bezirksmeisterschaft wird auch sie ihre Ringzahlen steigern können. Die erste Meisterschaft war es für Franziska Spencer. Sie schießt erst seit vier Monaten und hat sich so gut in diesen Sport hineingefunden, dass wir alle ganz begeistert von ihr sind. Mit so sauberer Technik kann man eigentlich nur gut schießen. Das Gesamtergebnis von 460 Ringen, Platz zwei und ein Abstand von 36 Ringen zur Drittplatzierten zeigten auf, was wir von ihr noch erwarten können.
Ganz spannend wurde es in der Jugendklasse Compound. Das Duell zwischen Jan Roland Schmidt und Nico Zitzmann von der HSG Erlangen wurde genau beobachtet. Nach dem ersten Durchgang lag Jan Roland mit zwei Ringen vor Nico. Der zweite Durchgang konnte noch alles verändern. Aber hier hat Jan Roland seine Nerven sehr gut im Griff gehabt und mit 544 Ringen (276 Ringe im zweiten Durchgang!!) dann doch die Angelegenheit klar für sich entschieden. Eine Überraschung war auch Paul Fadler. Er konnte sich ebenfalls im zweiten Durchgang enorm steigern und lag am Ende mit 527 Ringen auf Platz drei und nur 10 Ringe hinter dem Zweitplatzierten. Auch er schoss mit 270 Ringen im zweiten Durchgang durchaus auf einer Höhe mit den Erwachsenen. Die Krönung für ihn waren dann die drei Zehner als Turnierabschluss.
In der Mannschaftswertung gab es für den BSV lauter ausgezeichnete Ergebnisse.
Platz eins in der Schützenklasse mit Ewald Cozorici, Matthias Wagner und Simon Rüger
mit 1537 Ringen.
Platz eins in der Schülerklasse A mit Hedrik Rassmann, Noah Mauthe und Johannes Schmidtlein
mit 1257 Ringen.
Platz eins in der Jugendklasse mit Jan Merten, Regina Gabler und Franziska Spencer
mit 1419 Ringen.
Platz eins in der Damenklasse Compound mit Inge Enzmann, Cornelia Heigl und Sabine Lafrenz
mit 1564 Ringen.
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