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22 Mai 2010

Gaumeisterschaft FITA 2010 in Erlangen

Leider ist der Termin jedes Jahr zu früh für die Gaumeisterschaft. Vor allen Dingen wenn es der Wettergott nicht geradezu gut mit den Bogenschützen meint. Wir haben versucht, den Termin so spät wie möglich zu legen, aber da am 17. Mai bereits Meldeschluss für die Bezirksmeisterschaft ist, sind wir mit den Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Der 13. Mai, Himmelfahrt schien uns der beste Tag zu sein.
Unsere Arbeitsgruppe „Wettkampf und Turnier“ hat alles aufs beste vorbereitet. Der Rasen war perfekt gemäht, die Scheiben exakt ausgerichtet und verankert, Windfähnchen wurden angebracht und natürlich als Service für die Schützen, die beiden großen Zelte aufgebaut. Für die Verpflegung sorgte wie immer die Arbeitsgruppe unter der Leitung von Barbara Scherer. Als Höhepunkt hatten wir eine „espressi-bar“. Wer dort einen Kaffee, Espresso, Kakao oder sonstiges heiße Getränk gekauft hat, war des Lobes voll. Danke an Cornelia Rupprecht, die uns diesen Super-Service geboten hat! Kuchen und Schmalz- und Schnittlauchbrote und gebutterte Salzstangen sorgten dafür, dass auch wirklich niemand verhungern musste.

Am Vormittag haben dann die Erwachsenen und die Junioren geschossen. Der Himmel war zwar einheitlich grau, aber es ging fast gar kein Wind und es hat auch nicht geregnet. So hätten eigentlich alle ihr persönliches Bestergebnis schießen können.

Prima ist es bei Michael Puchta gelaufen. Für ihn ist es die erste FITA im Freien. Im ersten Durchgang war vielleicht die Aufregung noch etwas groß, aber im zweiten Durchgang konnte er mit 252 Ringen sehr zufrieden sein. Sein Endergebnis von 490 Ringen und Platz drei waren ein gutes Ergebnis. Nicht ganz so gut lief es leider bei Matthias Wagner, er hatte zwar in den letzten Trainingseinheiten einen enormen Anstieg seiner Leistung erkennen lassen, konnte sie aber bei dieser Gaumeisterschaft nicht abrufen. Mit 222 und 217 Ringen lag er leider unter seinem Leistungsvermögen. Am Ende war es Platz vier. Für Stefan Birwe, der dritte unserer Aktiven in der Schützenklasse, war es ein schwarzer Tag. Sein Endergebnis von 323 Ringen steht in keinem Verhältnis zu seinem Schießvermögen. Bei ihm merkt man deutlich, dass er in den letzten Wochen viel zu wenig Zeit für das Training erübrigen konnte.

Sehr intensiv und konsequent hat Conny Heigl trainiert. Bei geht es im Augenblick stetig bergauf. Sie ist bei jedem Schuss voll darauf konzentriert, einen sauberen Bewegungsablauf durchzuführen. Kein Wunder, dass sie die Damenklasse überlegen mit 533 Ringen (267 und 266) und einem Vorsprung von 151! Ringen gewonnen hat. Das bedeutet auch einen neuen Vereinsrekord!

Rechtzeitig zur Gaumeisterschaft hat Kai Schiffer endlich seine neuen Pfeile bekommen. Leider war er in der Juniorenklasse A der einzige Starter. Mit 271 und 272 schoss er ein absolut ausgeglichenes Ergebnis. Sein Endresultat von 543 sind ebenfalls ein neuer Vereinsrekord! Simon Rüger, der in der gleichen Klasse gestartet wäre, hat sein Ergebnis vorschießen müssen, da er zum Wettkampftermin in München beim Kirchentag war. Auch bei ihm geht es zwar langsam, aber stetig bergauf. Mit 506 Ringen ist er zwar noch nicht ganz zufrieden, aber wenn die einzelnen „Ausreißer“ wegfallen, wird auch sein Ergebnis sprunghaft ansteigen.

Ebenfalls ein Einzelstarter war Sebastian Protze in der Juniorenklasse B. Bei Sebastian hat es in den letzten Monaten einen unheimlichen Aufwärtsschwung gegeben. Er war ja schon immer ein guter Schütze, aber was er bei diesen Gaumeisterschaften gezeigt hat, hat alle in Erstaunen versetzt. Mit 299 und 303 Ringen und einem Gesamtergebnis von 602 Ringen schoss er das höchste Ergebnis in den Recurveklassen. Natürlich war auch dies ein neuer Vereinsrekord! Und weil es noch nicht genug ist, haben unsere drei Jungen, Kai, Simon und Sebstian mit ihrem Mannschaftsergebnis von 1651 Ringen auch noch einmal einen neuen Vereinsrekord aufgestellt.

In der Schützenklasse Compound hatten wir zwei Starter (es waren leider auch die einzigen in dieser Klasse). Markus Böhm wird immer besser und ist mit 309 und 312 Ringen auf dem besten Weg, sich in Mittelfranken in der Compoundklasse ganz vorne einzubringen. Thimo von Rauchhaupt schießt erst seit einem guten halben Jahr. Sein Ehrgeiz ist enorm und seine Leistung von 295 und 294 Ringen zeigen auf, was man mit einem sorgfältigen Training erreichen kann. Auch von ihm erhoffen wir uns noch ganz herausragende Platzierungen im Bayerischen Schützenbund. Beim ersten Turnier gleich so dicht an die 600er Grenze zu kommen ist sehr bemerkenswert.

Franz Fadler startete in der Compound-Altersklasse. Einige kleine Problemchen haben sich eingeschlichen. Er hat im Augenblick ab und zu Schwierigkeiten, im Ziel zur absoluten Ruhe zu kommen. Ein Sieg war dieses Mal nicht drin, aber mit 631 Ringen und Platz zwei kann er trotzdem sehr zufrieden sein. Bis zur Bezirksmeisterschaft wird er wieder zu voller Höhe gelangen. Zusammen mit Markus und Thimo haben unsere „Compoundler“ in der Mannschaftswertung mit 1841 Ringen ebenfalls einen neuen Vereinsrekord aufgestellt.

Für Inge Enzmann lief es an diesem Tag auch nicht ganz nach Wunsch. Sie war ebenfalls als Einzelstarterin angetreten. 305 und 304 Ringe sind ebenfalls einiges weniger, als sie zu leisten vermag. In der Damenaltersklasse Compound wird sie aber bei den Bezirksmeisterschaften ein deutliches Wörtchen bei der Medaillenvergabe mitreden.

Am Nachmittag sollten dann eigentlich unsere Jugendlichen und Schüler starten. Aber hier hatte Petrus keinerlei Verständnis für unsere Wetterwünsche. Es goss wie aus Eimern. Kurzerhand haben wir dann beschlossen, den Wettbewerb für die Jugend auf Sonntagnachmittag zu verlegen. Laut schnellem Blick ins Internet (die Technik macht es möglich) soll dann das Wetter zumindest trocken sein.
So haben wir dann im strömenden Regen die Zelte wieder abgebaut und zum Trocknen in unserer Halle und dem Vereinsheim ausgebreitet. Vorher haben wir noch versucht, so viel wie möglich von Kuchen und Broten zu verkaufen, denn bis Sonntag kann man das ja nicht aufheben.

Am Sonntag war es dann tatsächlich trocken. Leider hat aber ein sehr kräftiger Wind geblasen. Unsere Kinder kennen das ja, aber für die anderen war es schon sehr schwierig, sich auf die Tatsache einzustellen, dass es bei Wind halt leider mal nicht ganz so hohe Ergebnisse gibt. Wer die Geduld aufbrachte, eine kräftige Windböe abzuwarten, konnte trotzdem sehr gute Ringzahlen erzielen.

Unsere Jüngsten, Siggi Zwingel und Marco Birwe schossen in der Schülerklasse C. Siggi hat es geschafft, im Wettkampf das umzusetzen, was er so eifrig im Training geübt hat. Er war sehr konzentriert und hat mit 283 und 274 Ringen eine Superleistung gezeigt. Marco ist noch zwei Jahre jünger als Siggi. Wenn man ihm beim Schießen zusieht, könnte man manchmal denken, er schießt so sauber, dass man einen Lehrfilm über die Schießtechnik davon anfertigen könnte. Bei ihm machte sich der Wind sehr bemerkbar. Die leichten Pfeile und der verhältnismäßig noch sehr schwache Bogen sind natürlich ein Nachteil. Mit 178 und 210 Ringen hat er eine prima Leistung erbracht. Zum Schluss wurden unsere beiden dann mit einer Gold- und Silbermedaille belohnt.

In der Schülerklasse B hatten wir ebenfalls zwei Starter. Frank Birwe lag nach der ersten Hälfte mit 10 Ringen (236 Ringe) in Führung. In der zweiten Hälfte hatte er einige kleine Schwächen, die ihn dann leider gegenüber seinem Mitkonkurrenten aus Büchenbach am Ende auf Platz zwei zurückgeworfen haben. Sein Ergebnis von 465 Ringen wird aber auf alle Fälle für die Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft reichen. Noah Mauthe, unser zweiter Starter, kämpft noch sehr mit der Aufregung. Aber auch er lag nach der Hälfte um 10 Ringe vor dem bis dahin Viertplatzierten. Die zweite Hälfte war dann doch etwas zu nervenaufreibend, hier haben sich zum Schluss einige „Fahrkarten“ eingeschlichen, so dass er sein gutes Niveau leider nicht ganz halten konnte. Um neun Ringe lag er am Ende hinter dem Drittplatzierten auf Rang vier. Mit 324 Ringen ist er aber noch lange nicht an seine Leistungsgrenze gekommen. Mit etwas Glück wird auch er sich zur Bezirksmeisterschaft qualifiziert haben.

Jitao Zheng und Cedrik Rupprecht starteten in der Schülerklasse A. Jitao hat seine Sache sehr gut gemacht. Es war für ihn ebenfalls das erste Turnier im Freien. 218 und 220 Ringe waren das Resultat eines ziemlich ausgeglichenen Schießstils. Am Ende hieß es für ihn Rang drei und es gab eine Bronzemedaille. Eigentlich lief es bei Cedrik im ersten Durchgang ganz nach Wunsch. Die zweite Hälfte wurde aber auch für ihn zur Bewährungsprobe. Schade, dass er die 222 Ringe aus der ersten Hälfte nicht wiederholen konnte. 398 Ringe waren sein Gesamtergebnis und Platz vier. Mit etwas Glück wird er ebenfalls zu Bezirksmeisterschaft zugelassen werden.

Jan Merten war unser Starter in der Jugendklasse. Wie immer war er mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden, seine Ansprüche an sich selbst sind ungewöhnlich hoch. Mit 472 Ringen und einem Vorsprung von 80! Ringen vor seinem Konkurrenten von der HSG, hat er diese Gaumeisterschaft aber mehr als überdeutlich für sich entscheiden können.

Ebenfalls konkurrenzlos wäre Regina Gabler in der Jugendklasse weibl. gewesen. Auch Regina war zum Kirchentag in München und hat ihr Ergebnis vorgeschossen. Ihre 498 Ringe hätten einen Vorsprung von fast 150! Ringen bedeutet. Bei den Bezirksmeisterschaften wird sie dann dabei sein und hoffentlich ihre gute Klasse bestätigen können.

Leider kommt unser Paul Fadler nicht so sehr oft zum Training. Er startete in der Schülerklasse Compound. Wir waren alle sehr freudig überrascht, dass er mit 612 Ringen auf dem zweiten Platz gelandet war. Dieses großartige Ergebnis zeigt, wie viel noch in ihm steckt.

Ergebnisse zur Gaumeisterschaft
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